EZETTHERA - Europäisches Zentrum für Tanztherapie
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KindertanzTanztherapieKurse & WorkshopsAusbildungHeilpraktiker
Ausbildungsziele und ZielgruppeVoraussetzungenAusbildungsgebührenBewerbungsverfahrenEinführungsseminarZusätzliche InhalteCurriculumReferenzen

Curriculum

Die Ausbildung ist in Schwerpunktjahre untergliedert:

  1. Jahr: Kreative Selbsterfahrung, um somit den eigenen Körper für das tanztherapeutische Erleben zu sensibilisieren und ein Grundverständnis systemischen Denkens zu legen.
  2. Jahr: Tanztherapeutische Techniken
  3. Jahr: Tanztherapeutische Anwendung bei verschiedenen Krankheitsbilder 
  4. Jahr: Verfestigung der tanztherapeutischen Kompetenz
  5. Jahr: ½-jährige Abschlussphase

Inhalte

Die folgenden Seminarinhalte werden in sinnvoller Weise auf die Ausbildungsdauer verteilt.

Tanztherapiemethoden: (515 UE)

Authentische Bewegung  (60 UE): Tanztherapie will nicht Bewegungen vorgeben, sondern dem Menschen helfen, seine ureigene Bewegung (wieder) zu entdecken. Diese forschende Reise der eigenen authentischen Bewegungsimpulse bringt den Menschen sich selbst näher, sodass er besser lernt, zwischen authentischen und nicht-authentischen Bewegungen und Begegnungen zu unterscheiden. Zeuge sein bei einem Partner, der seinen authentischen Bewegungsimpulsen nachgeht; unterscheiden lernen zwischen authentischen und nicht-authentischen Bewegungen; Authentische Bewegungen erkennen und im Prozess eigenständig verstärken, dabei werden verschiedene Ansätze der therapeutischen Arbeit mit der authentischen Bewegung erarbeitet und die Möglichkeiten und Grenzen dieser tanztherapeutischen Technik mit unterschiedlichem Klientel diskutiert und ausgewertet.

Bewegungsanalyse (150 UE): Jeder Mensch zeigt seine Persönlichkeit in seinem Bewegungsverhalten. Mit Hilfe der Laban Bewegungsanalyse und des Kestenberg Movement Profiles können sowohl die Persönlichkeit als auch das Entwicklungspotenzial eines Menschen erkannt werden. Die eigenen Bewegungsprioritäten werden erfahren und bei anderen beobachtet und in ihrer kommunikativen Bedeutung erarbeitet.

Spiegelung (20 UE): Um auf der nonverbalen Ebene eine Beziehung einzuleiten, zu verfestigen oder zu verändern muss die Bewegung des anderen gespiegelt werden. Einüben der Sensibilität der Wahrnehmung auf der reinen Körperebene.

Bewegte Familienrekonstruktion (85 UE): Die TeilnehmerInnen erstellen ein Genogramm ihrer eigenen Familie. Mit Hilfe tanztherapeutischer Mittel und auf der Basis analytischer und entwicklungsorientierter Systemtheorien werden die eigenen Familienzusammenhänge erarbeitet, Konstruktionen der eigenen Wirklichkeit überprüft und die therapeutischen Fähigkeiten aus dem Familiensystem abgeleitet.

Marian Chace Technik (40 UE): Die Marian Chace Technik ist die klassische tanztherapeutische Technik für die Arbeit mit psychiatrischem Klientel. Die TeilnehmerInnen werden mit dieser Kreistechnik eine Gruppe leiten und erhalten individuelles Feedback. Die Bedeutung von Musik und die Musikauswahl für diese Technik werden erarbeitet.

Systemische Interventionen (40 UE): Systemische Interventionen auf der verbalen und der nonverbalen Ebene werden geübt und für die Umdeutung der Problembewältigung des Klienten eingesetzt. Die Bewältigungsmechanismen des Ichs und deren Manifestationen in der Bewegung zeigen den Lösungsweg.

Wahlpflichtseminar (120 UE): müssen unabhängig von der Ausbildungsgruppe frei beim EZETTHERA innerhalb der Ausbildungszeit belegt werden. Jeweils mindestens ein Seminar (20 UE) muss aus dem Bereich Anatomie (z. B. Bartenieff Fundamentals, Anatomie und Biomechanik), Kreativität (z. B. Symbol und Tanz, Struktur und Tanz) und Tanztherapiemethodik (z. B. Medien in der TT) belegt werden. Sie sollen die individuellen Interessen und Bedürfnisse berücksichtigen. Dies erfolgt in Absprache mit der Ausbildungsleiterin. Die Gebühr ist in den Ausbildungskosten enthalten.

Gruppendynamik (80 UE)

Jeder Mensch muss und möchte seinen Platz in einer Gemeinschaft finden, ohne seine Individualität aufgeben zu müssen. So stellen sich Fragen und Ambivalenzen bezüglich der Zugehörigkeit (möchte ich zur Gruppe dazugehören oder nicht?). Jeder möchte eine Nische für sich selbst finden, die Gruppensituation testen, Grenzen und Aufgaben der Gruppe entwickeln und sich der Gruppe öffnen. Anhand des Wachstumsmodells werden die eigenen Ressourcen entdeckt und einzelne Gruppenphasen können von Beginn bis zur Trennung besser erkannt werden.

Entwicklungspsychologie (60 UE)

Basierend auf der Objektbeziehungstheorie von M. Mahler, der Bindungstheorie und anderen Theorien werden die einzelnen Entwicklungsschritte der Bewegung mit ihrer psychologischen Bedeutung erarbeitet und in bewegungsanalytische Theorien integriert. Tanztherapeutische Interventionen bei Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsverzögerungen und andere Auffälligkeiten werden erprobt. Präventivmaßnahmen für gefährdete Kinder und die Bedeutung der Motorik für die emotionale und intellektuelle Entwicklung des Kindes werden erarbeitet.

Psychopathologie (120 UE)

Die Bedeutung und Umsetzung von Struktur in Bewegungsaufgaben für Menschen mit Störungen aus dem schizophrenen, affektiven und Persönlichkeitsbereich werden erarbeitet. Die Auswahl der Musik dient der Verfestigung von haltgebenden Strukturen. Körperverzerrungen und spezifische Bewegungsmuster bei psychisch Kranken dienen als Hilfsmittel zur Diagnose. Anpassungs-, Belastungs-, Somatisierungs- und Essstörungen sind Reaktionen auf eine nicht gelungene Umwelt-Menschanpassung.  Möglichkeiten und Grenzen der therapeutischen Interventionen mit diesen Patienten unter besonderer Berücksichtigung der Zeit und Intensität der Therapie und die Einbeziehung systemischer Gesichtspunkte in die Interventionsmöglichkeiten werden erörtert.

Forschungsdesign (20 UE)

Zur Erstellung der Abschlussarbeit erhalten die TeilnehmerInnen Anleitungen zum wissenschaftlichen Arbeiten. Die verschiedenen Stadien des Projektes werden der Ausbildungsgruppe mehrmals vorgestellt und diskutiert.

Supervision (130 UE)

Alle Praktika werden mit Gruppen- und Einzelsupervision (mind. 30 UE) betreut. Die TeilnehmerInnen erhalten die Möglichkeit, ausführlich ihre eigene Arbeit vorzustellen, sodass Diagnosen, Behandlungspläne und Interventionen überprüft werden können. Die Phasen des Therapieverlaufs mit ihren spezifischen tanztherapeutischen Interventionen und Beziehungsmustern werden dadurch noch einmal verdeutlicht.

In der Mitte der Ausbildung bekommen die TeilnehmerInnen eine Standortbestimmung. Auf der Basis von unterschiedlichen Aufgaben werden Tanztherapiesitzungen geplant und im Rollenspiel erprobt, sodass das Entwicklungspotenzial der TeilnehmerInnen deutlich wird.

Abschlussphase und Prüfungen

2-3 Prüfungstermine (je nach Gruppengröße) und ein Abschiedsseminar

Die Ausbildung schließt mit einer dreiteiligen Prüfung ab:

  1. Eine theoretisch-praktische Prüfung: Die TeilnehmerInnen erarbeiten aus ihrer aktuellen therapeutischen Arbeit eine Therapiesitzung. Davon zeigen sie eine Stunde. In einem halbstündigen Kolloquium müssen sie die theoretischen Kenntnisse ihrer Interventionen nachweisen.
  2. Tanzgestaltung: Die TeilnehmerInnen gestalten ein psychologisches Thema in einem Tanz und führen ihn auf.
  3. In einer Abschlussarbeit (40-60 Seiten) stellen die TeilnehmerInnen die Fähigkeit zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit einem tanztherapeutischen Thema unter Beweis.

Nach erfolgreichem Abschluss aller Prüfungsteile und aller geforderten Leistungsnachweise erhält der/die Teilnehmer/in das Abschlusszertifikat in Tanztherapie. Mit diesem Abschluss ist die Anerkennung durch den Berufsverband der TanztherapeutInnen Deutschlands e.V. (BTD) gewährleistet und die Anerkennung des BTA kann beantragt werden.

EZETTHERA - Europäisches Zentrum für Tanztherapie
Geyerspergerstraße 25
D-80689 München

Tel:+49 (0)89 54662431
Fax:+49 (0)89 54662432
Email:info@tanztherapie-zentrum.eu

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