Aktuelles aus dem EZETTHERA
Newsletter September 2026
Verzeihen oder Geduld haben heißt nicht, dass man immer alles hinnimmt, was andere einem zufügen.
Dalai Lama
Meine Gedanken dazu sind wie immer am Ende des Newsletters...
Liebe Tanz- und Therapieinteressierten,
nun ist die Sommerpause vorbei und wir starten in einen interessanten Herbst. Im nächsten Jahre haben wir wieder Bekanntes, aber auch viele neue spannende Themen, bei denen man sich selbst entdecken kann oder Handwerkszeug für die tanztherapeutische Arbeit bekommt.
Inhalt des Newsletters:
- Kurse
- Seminare und Workshops 2026
- Seminare und Workshops 2027
- Quereinstieg in laufende Ausbildungen
- Tanztherapie Podcast
1. Kurse
- Jeden 1. Sonntag im Monat bieten fortgeschritte TanztherapiestudentInnen ExperimenTanz an, ein Angebot zur Selbsterfahrung:
- 06.09.2026 Getragen von Erde und Rhythmus
- 04.10.2026 Formen der Wertschätzung
- 01.11.2026 Dem inneren Erleben Raum geben
- 06.12.2026 Bedürfnisse erkunden
- 10.01.2027 Kreativität in Bewegung – Dein inneres Atelier entdecken
- 08.10.26-25.03.27 Tanztherapiegruppe 1 - es bewegt mich, donnerstags von 16.15-17:45 Uhr. Für diese Gruppen ist ein Erstgespräch notwendig.
- 08.10.26-25.03.27 Tanztherapiegruppe 2 - es bewegt mich, donnerstags von 18:00-19:30 Uhr. Für diese Gruppen ist ein Erstgespräch notwendig.
- 13.10.-10.11.2026 Tanztherapiegruppe - einfach mal sein mit Lucia Weber, dienstags, 18:15-19:45 Uhr
- 24.09.-17.12.2026 Tanzen aus der Stille - Authentische Bewegung III/26 mit Susanne Bender.
- 11.10.2026-06.03.2027 Vorbereitungskurs für den Heilpraktiker für Psychotherapie mit Undine Uhlig
- In der Supervisionsgruppe in Salzburg freitags (5x im Jahr) bei Susanne Bender sind Plätze frei.
Online-Kurse
- Die Online-Supervisionsgruppe dienstags bei Susanne Bender ist ausgebucht. Man kann sich auf eine Warteliste setzen lassen.
- Die Online-Supervisionsgruppe freitags bei Susanne Bender ist ausgebucht. Man kann sich auf eine Warteliste setzen lassen.
- 16.09.-16.12.2026 - Kestenberg Movement Profile (komplette Reihe) mit Susanne Bender. Die 7 Module können auch einzeln gebucht werden.
- 29.09.-17.11.2026 Phasen der tanztherapeutischen Traumabehandlung mit Susanne Bender
2. Seminare und Workshops 2026
- 26.-27.09.2026 Moving Sticks mit Chetan Erbe
- 03.-04.10.2026 Bartenieff Fundamentals in der Tanztherapie mit Christel Büche
- 14.-15.11.2026 Tanz im Augenblick - Improvisation in der Tanztherapie mit Ellen Steinmüller
- 21.-22.11.2026 Der Welt mit Selbstregulation begegnen mit Barbara Birner. Das Seminar ist ausgebucht. Man kann sich gerne auf eine Warteliste setzen lassen.
- 28.-29.11.2026 Bewegte Familienrekonstruktion in Köln mit Susanne Bender
3. Seminare und Workshops 2027
- 16.-17.01.2027 Kreistänze - verbunden sein mit Renata Falkowska
- 23.-24.01.2027 Struktur in der Tanztherapie mit Petra Ruggiero
- 13.-14.02.2027 Resilienz - in Bewegung bleiben mit Jana Brettner
- 26.-27.03.2027 Mindful Dancing Warriors mit Chetan Erbe
- 10.-11.04.2027 Inspirationsquelle Natur in der Tanztherapie mit Elke Kressirer
- 01.-02.05.2027 Aufmerksamkeitswunden erkennen und heilen mit Barbara Birner
- 15.-16.05.2027 Tanztherapie mit ätherischen Ölen mit Barbara Prosteder
- 03.-04.07.2027 Scham, ein zentrales Gefühl in der Tanztherapie mit Imke Fiedler
- 24.-25.07.2027 Tanztherapie bei Demenz mit Viktoria Seibt
- 25.-26.09.2027 Bewegte Familienrekonstruktion mit Susanne Bender
- 09.-10.10.2027 Somatic Body Mapping mit Annette Schwalbe
- 16.-17.10.2027 Ich sehe was, was du nicht siehst - Bewegungsanalysecamp - Teil I mit Susanne Bender
- 20.-21.11.2027 Ich sehe was, was du nicht siehst - Bewegungsanalysecamp - Teil II mit Susanne Bender
4. Quereinstieg in laufende Ausbildungen
Im Moment laufen noch drei Ausbildungsgruppen für die Ausbildung in Systemischer Tanztherapie am EZETTHERA nach BTD/BTA-Standards. Es gibt somit noch die Möglichkeit eines Quereinsiegs in die laufenden Ausbildungsgruppen. Die Voraussetzung dafür sind Nachweise in tanztherapeutischen Fort- und Ausbildungen. Diese werden von uns geprüft und entschieden, ob und wann ein Quereinstieg möglich ist. Bei Interesse schicken Sie gerne Ihre Bewerbungsunterlagen mit den Nachweisen sowie einem kurzen Lebenslauf an info@ezetthera.de.
5. Tanztherapie-Podcast
Der Tanztherapie-Podcast von Wiebke Würdig wächst weiter. Es lohnt sich also reinzuhören. Der Podcast erscheint zweiwöchentlich, immer donnerstags.
Hier könnt Ihr den Podcast hören: YouTube und Deezer oder Spotify und Apple Podcast
Folgt auch dem Podcast-Instagram-Profil, dort wird über neue Folgen usw. informiert: Instagram
...Zwei Mönchen tragen einer furchtbar hochnäsige Prinzessin in ihren seidenen Kleidern über eine Pfütze. Am Ende des langen Tages, nachdem die Mönche viele Schritte nebeneinanderher gegangen waren, sagt der junge Mönch zum alten: „Sie hat sich nicht einmal bedankt.“ Der Alte antwortet: „Ich habe sie längst abgesetzt, du trägst sie immer noch mit dir herum.“
Jeder Mensch erlebt in Begegnungen mit anderen Menschen Ereignisse, die ihn traurig machen oder verletzen, sodass er wütend und sprachlos ist. Ein innerer Groll baut sich auf, den man über längere oder sogar richtig lange Zeit nicht wieder loswird. Es kann verbittern und sogar krank machen, Ärger über vergangene Verletzungen mit sich herumzutragen. So haben Menschen mit viel Groll häufiger Angststörungen, Depressionen und chronischen Stress, der wiederum zu Herzerkrankungen, Muskelverspannungen und Rückenschmerzen führen kann. Und Menschen, die eher geneigt sind zu vergeben, berichten von höherer Zufriedenheit. Wenn wir also in diesem Kränkungsgefühl bleiben, schädigen wir uns vor allem selbst. Wir legen den Fokus auf die Verletzung, die uns tagtäglich Energie absaugt, unsere Gedanken bindet und uns aber auch an diesen Menschen bindet. Wenn wir es hingegen schaffen zu verzeihen, gehen wir in den Frieden und in die Freiheit. Nur wie soll das gehen, wenn man so tief verletzt ist? Im ersten Schritt geht es darum, sich bewusst zu machen, dass einen der Gedanke an ein schmerzendes Ereignis jedes Mal wieder belastet. Der zweite Schritt ist die Anerkenntnis, dass schlimme Dinge nun einmal passieren und wir davon nicht verschont geblieben sind. Es braucht das Trauern, um anschließend das Erlebte gehen lassen zu können. Im dritten Schritt entsteht die Freiheit zu entscheiden, sich auf das Gute zu fokussieren.
Verzeihen ist vielleicht eine der stillsten Formen von Stärke. Es geschieht nicht mit großem Lärm, nicht mit erhobener Stimme, nicht als Triumph über den anderen, sondern in jenem verborgenen Raum der Seele, in dem der Mensch sich selbst begegnet. Wer verzeiht, löscht das Geschehene nicht aus. Er sagt nicht, dass die Wunde nie da war, dass der Schmerz keine Bedeutung hatte oder dass das Unrecht plötzlich recht wäre. Verzeihen bedeutet vielmehr, die Vergangenheit aus der Hand zu legen, ohne zu leugnen, dass man sie einst tragen musste.
Manchmal halten wir an Verletzungen fest, weil wir glauben, sie seien der letzte Beweis dafür, dass unser Schmerz wirklich war. Als müsste der Groll die Erinnerung bewachen, damit niemand das erlittene Unrecht verharmlost. Doch der Groll ist ein Wächter, der irgendwann auch den Ausgang versperrt. Er schützt nicht nur vor dem Vergessen, er verhindert auch das Weitergehen. Er bindet uns an einen Moment, in dem wir machtlos waren, und flüstert uns ein, wir müssten dort bleiben, um uns selbst treu zu sein.
Aber vielleicht besteht Treue zu sich selbst gerade nicht darin, den Schmerz ewig zu wiederholen. Vielleicht beginnt sie dort, wo man erkennt: Ich bin mehr als das, was mir angetan wurde. Ich bin nicht nur die offene Stelle, nicht nur die Geschichte meiner Kränkung, nicht nur die Summe dessen, was andere in mir beschädigt haben. Verzeihen heißt, sich nicht länger durch die Tat eines anderen definieren zu lassen. Es ist ein inneres Zurückerobern von Würde.
Dabei ist Verzeihen kein Befehl und keine Pflicht, die man einem verletzten Herzen auferlegen dürfte. Niemand darf einem Menschen sagen, wann seine Wunde geschlossen zu sein hat. Manche Schmerzen brauchen Zeit, manche brauchen Abstand, manche brauchen Worte, die nie gesprochen wurden. Verzeihen kann nicht erzwungen werden, denn erzwungene Vergebung ist nur eine neue Form der Gewalt. Wirkliches Verzeihen wächst langsam, wie Licht, das nicht plötzlich den Raum erfüllt, sondern sich zögernd durch einen Spalt tastet.
Viele Grüße
Susanne Bender
Eingetragen am 02.09.2026
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