Aktuelles aus dem EZETTHERA

EZETTHERA Newsletter März 2026

  • Tanztherapie, Bewegungsanalyse, Fortbildung
  • Beim Grübeln befinden sich Gedanken auf der Irrfahrt im Kreisverkehr und haben die Abfahrt verpasst.
    Helga Schäferling (*1957), deutsche Sozialpädagogin

    Meine Gedanken dazu sind wie immer am Ende des Newsletters...

    Liebe Tanz- und Therapieinteressierten,

    der Winter verabschiedet sich so langsam, die Tage werden länger, die Lebensgeister kehren zurück. Da mich einige gefragt haben, wann ich das ein oder andere Seminar wieder anbiete, habe ich bereits mit der Planung für 2027 begonnen Der frühhe Vogel... ihr wisst schon.. 

    Inhalt des Newsletters:

    1. Kurse
    2. Seminare und Workshops
    3. Tanztherapie Podcast

    1. Kurse 

    Online-Kurse

    2. Seminare und Workshops

    Seminare 2027

    3. Tanztherapie-Podcast

    Der Tanztherapie-Podcast von Wiebke Würdig sendet Beiträge von verschiedenen namhaften TanztherapeutInnen, bisher von Susanne Bender, Imke Fiedler und Marianne Eberhardt-Kaechele. Ihr erhaltet Einblicke in unterschiedliche Aspekte und Methoden der Tanztherapie oder die bewegten Leben der TanztherapeutInnen.  Der Podcast erscheint wöchentlich, immer donnerstags.  
    Hier könnt Ihr den Podcast hören: YouTube und Deezer oder Spotify und Apple Podcast
    Folgt auch dem Podcast-Instagram-Profil, dort wird über neue Folgen usw. informiert: Instagram

     

    ...Habe ich jetzt über die folgenden Gedanken gegrübelt oder nachgedacht? Worin besteht der Unterschied? Es gibt so viele Themen und Probleme, über die der Mensch nachdenken, aber auch grübeln kann. Es stellt sich also die Frage: grübelst du noch oder denkst du schon nach?. Dass wir fähig sind, uns mit allen möglichen Themen gedanklich reflektierend auseinanderzusetzen, ist eigentlich eine gute Sache und sich einer interessanten Fragestellung zuzuwenden, kann richtig Spaß machen. Ganz anders ist es, wenn man eher sorgenvolle, ängstliche Gedanken wälzt: Wie soll ich die anstehenden Aufgaben bewältigen? Wieso hat mich meine Kollegin heute Morgen nicht gegrüßt? Wie kann ich meine Kinder vor den Gefahren der Welt schützen? Grübeln und sich Sorgen machen, sind verwandte Phänomene. Die Sorgen beschäftigen sich dabei eher mit Zukünftigem; und Grübeleien kreisen oft um vergangene Ereignisse. Der Kopf gibt keine Ruhe. Wir grübeln dann, wenn einen die immergleichen Gedanken beschäftigen und wir in einem Gedankenkarussell festhängen. Die Gedanken bleiben also auf einer Ebene. Und hier liegt der Unterschied zum Nachdenken. Beim Nachdenken gehen wir in die Tiefe, wir bleiben nicht auf derselben Ebene stehen, sondern forschen nach neuen Aspekten, die Erkenntnisgewinn bringen. Ein Gedankenkarussell ist aber wie ein fieser Ohrwurm, der alle anderen Geräusche übertönt und dadurch keine neuen Erkenntnisse bringt. Grübeleien drehen sich häufig um Beziehungsaspekte, die ich ohne den anderen zu klären versuche. Es bleibt aber nicht bei der konkreten Situation, dem Auslöser, sondern die Gedanken blasen sich immer weiter auf. Da ich nicht in die Tiefe gehe, bekomme ich keine Antworten auf meine Fragen, sondern die Gedanken fangen an, sich im Kreis zu drehen. Denn diesem Gedankenkarussell fehlt das Korrektiv. Es fehlt die innere Stimme, die einen stoppt und sagt: jetzt verrennst du dich aber. Stattdessen werden alte Glaubenssätze zur Gewissheit. Das, was man eh schon immer über sich und die Welt zu wissen glaubte, wird reproduziert und wird zur Gewissheit: Es ist ja eh klar, dass ich beruflich nichts auf die Reihe bekomme. Es ist ja eh klar, dass mich niemand mag. Es ist ja eh klar, dass ich das wieder alleine hinkriegen muss. So werden die kreisenden Gedanken zum Gefängnis, aus dem man nicht mehr herausfindet. Was ist zu tun? Als erstes muss man den wiederkehrenden Gedanken einen Stopp setzen. Sie bringen ja nichts. Dann muss man sich fragen, wie man von der Kreisbewegung in die Tiefe kommt. Dafür braucht es andere Fragen, braucht es andere Informationen, die meist im Außen und nicht in der eigenen Gedankenwelt liegen. Man muss also ins Tun kommen, ins Handeln. Man kann die Kollegin fragen, warum sie nicht gegrüßt hat, man kann andere fragen, ob sie mir eine neue berufliche Herausforderung zutrauen. Dadurch bekomme ich neue Informationen. Mit den neuen Informationen braucht es neues Handeln. Ich kann mir vornehmen, die Kollegin als erstes zu grüßen, um nicht ängstlich darauf zu warten, ob sie mich wahrnimmt. Ich kann die berufliche Herausforderung annehmen, auch wenn ich Angst vorm Scheitern haben. Ich kann den Kindern Freiheiten geben, auch wenn ich nicht sicher bin, ob sie es meistern werden. Es geht letztlich darum, anders, also sagittaler nachzudenken. Lasst uns in die Tiefe gehen und den Kreisel verlassen. Dann können wir aufstehen und losziehen, um etwas zu tun und die Welt vielleicht ein kleines bisschen besser zu machen.

    Viele Grüße

    Susanne Bender

    Eingetragen am 01.03.2026

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